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Melbourne hier!

21.07.2010

Hallo schwitzendes Deutschland.

ich bins mal wieder.

Bin hier gerade in Melbourne am Fruehstuecken. Es ist super hier. Wetter stimmt, Stadt ist toll, alles gut. Mein Kurztrip nach Aussieland ist ein wenig hektisch. Heute nachmittag gehts schon wieder weiter an die warme Gold Coast. Mein Plan ist im Great Barrier Reef zu tauchen und den Regenwald zu sehen. 4 Tage habe ich Zeit in der warmen Sonne mich auf Deutschland vorzubereiten.

Schon witzig, wenn man bedenkt, dass ich letzte Woche um diese Zeit noch Snowboarden war. Super Winterurlaub uebrigens, Zwar haben sich alle zwischenzeitlich verletzt oder erkaeltet, aber war nichts ernstes und die Lodge war auch super mit all den anderen Studenten aus Auckland.

Leider bekomm ich hier keine Bilder mehr reingestellt. Von Auckland aus gab mir die Website immer Fehler aus und hier hab ich kein Datenkabel dabei. Naja, in einer Woche bin ich ja auch wieder daheim, dann kann ich euch die Bilder persoenlich zeigen. Ich freu mich schon auf die Heimat.

Ich werd nun los, einen halben Tag habe ich noch fuer Melbourne. Dann bringt mich der naechste Flug dem Aequator um 2500 km naeher :-)

Bis bald!

Bald daheim!

02.07.2010

So, da bin ich endlich wieder.

Obwohl ich meine Klausuren schon länger hinter mich gebracht habe, fand ich irgendwie nie die Zeit meinen Blog weiterzuschreiben.

Ich habe das Semester hier durchaus positiv abgeschlossen und bin auch akademisch gesehen sehr zufrieden hier gewesen zu sein.

Die letzten Tage war hier ein durchgehendes Abschiednehmen von all den Leuten, die ich hier übers Semester kennengelernt habe und die sich nun wieder in alle Welt verstreuen. Es war eine tolle Zeit hier am anderen Ende der Welt, aber vor allem jetzt, wo nur noch wenige Leute hier sind, sehne ich mich zurück nach Deutschland. Einen richtigen Abschlußbericht werde ich hier übrigens nicht veröffentlichen. Ihr werdet daheim noch genug Fotos zu sehen bekommen und dann kann ich dazu auch einige Stories erzählen, wenn ich wieder zurück bin.

Zur Zeit verbringe ich meine Zeit vor allem damit, die Katze zu verkaufen, was sich als schwieriger herausstellt, als angenommen. Ich hoffe nicht, dass es darauf hinausläuft, dass ich das Auto für wenig Geld an einen Händler verscherbeln muss, aber bis jetzt gab es wenig Resonanz. Heute wollte mich außerdem tatsächlich einer übers Ohr hauen... Der Typ behauptete, er wolle das Auto nach England verschiffen wollen und schickte mir eine Email, in der er eine Paypal-Überweisung vortäuschte. Da aber nichts auf meinem Paypalkonto erschien und in der Email stand er hätte 1000 euro zuviel als shippingkosten überwiesen, weil dies angeblich nicht anders zu machen sei und ich müsste diese nun an das Shippingunternehmen überweisen, schrieb ich ihm freundlich, dass ich nicht mit ihm handeln werde. Willie meinte, ich solle ihm ein paar heftigere Worte schicken, aber das hab ich dann gelassen, vielleicht trifft ja doch noch Geld ein...

Nicht sehr erfreulich das Ganze, aber ich werde weiterhin versuchen, die Katze in gute Hände zu vermitteln. Sonntags werd ich mich mal auf einem Automarkt versuchen.

Soviel zu den aktuellen Entwicklungen. Was werd ich nun machen, die Tage, die ich noch hier bin. Folgende Pläne stehen fest: Ich werde ein All Blacks Spiel sehen nächsten Samstag! Haka in Perfektion! Ich bin gespannt, ob die Stimmung diesmal besser wird, als im Ligaspiel.

Außerdem geht es am 12.07 in Skiurlaub mit Malcolm, Tiffany und Carl. Mt. Ruapehu ist angepeilt für 4-5 Tage.

Danach gehts noch 1,5 Wochen rüber zu den Wallabies. Australien soll ja noch was wärmer sein. Der Rundtrip Sydney-Melbourne-Cairns-Brisbane-Sydney ist gebucht, inklusive Tauchen im Great Barrier Reef. Ich freu mich darauf. Leider schafft es die Fluggesellschaft nicht, mich direkt von Sydney aus nach Hause zu fliegen. Ich werde also einen Tag vor dem Rückflug nach Deutschland zurück nach Auckland fliegen und am nächsten Tag den gleichen Weg nochmal nach Sydney und dann erst nach Deutschland. Bürokratischer Wahnsinn geht hierbei wohl über Logik...

So, das wars auch schon wieder von mir, muss hier mal Malcolms Internetverbindung freigeben, bin ja schon aus meinem Raum ausgezogen.

Eins noch zum Schluß: Ich war mit den Haien schwimmen:

Shark-diving im Kelly Tarltson Aquarium mit Tiffany und Rebekah. Es war spannend und nicht so bedrohlich wie ich es mir vorgestellt habe. Vielleicht, weil die Haie "nur" 3 Meter lang waren...

Hier noch ein paar Bilder ----> Klappt aber grad nicht, deswegen werde ichs später noch mal versuchen und ihr müsst euch noch was gedulden.

 

Habt ihr schon die Grillutensilien für das Viertelfinale parat? Soll ja warm werden, wenn wir Maradonna nach Hause schicken ;-)

 

Hey da Heimatland,

wirds bei euch noch Sommer bevor ich zurück bin?

Hier war es am Wochenende wieder so warm, dass wir nach Raglan surfen gefahren sind. Bestes Wetter, super Wellen und unglaublich viele Menschen auf ihren Surfbrettern erwarteten uns und das am Winteranfang. Optimal für mich als Sommerkind.

Außerdem war ich noch bei den Blues, dem Rugby-Team von Auckland. Verglichen mit europäischem Fußball war im Stadion null Stimmung. Wenigstens saßen in unserem Block ein paar Maoris mit denen wir Laolawellen starten konnten. Hier ein paar Bilder vom Spiel:

Alle Spielregeln hab ich immer noch nicht verstanden, aber es reicht, um das Spiel einigermaßen zu verstehen und zu erkennen wer gewonnen hat.

Endstand übrigends 35:18 für die Blues, die Chiefs aus Hamilton waren haushoch unterlegen.

Die Liga hier heißt Super 14, es spielen die besten Teams aus den Rugbynationen Neuseeland, Australien und Südafrika gegeneinander. Was auch die wenigen Fans bei manchen Spielen erklärt. Da fliegen ja keine 100 Fans aus Südafrika mal eben rüber.

Wegen derlei Aktivitäten und auch weil es die letzten Präsentationen und Arbeiten zu bewältigen gab, meld ich mich erst jetzt wieder aus dem fernen Neuseeland.

Ja, es läuft die letzte Vorlesungswoche und es geht schnurstracks auf die Klausuren zu. Ich bin sehr zuversichtlich, dass ich die nächsten Wochen erfolgreich überstehen werde, denn ich habe durch die zahlreichen Übungen viele Punkte schon unterm Semester gesammelt.

Aber genug langweiligen Unikram, hier wurde die letzten Wochen köstlich gespeist. Die Idee war, wir treffen uns in einer 13-15-köpfigen Gruppe und jede Nation kocht einen Abend lang für den Rest. Folgendes Programm wurde ausgearbeitet:

Montag: Deutsche Küche

Mittwoch: Amerikanisches Dinner 1

Sonntag: Französicher Abend

Montag: Amerikanisches Dinner 2

Mittwoch: Chinesisch und Indische Spezialitäten

Mittwoch: Kiwi Dinner

Nach nun 3 Wochen mit jeder Menge Essen fühlen sich alle ein wenig dicker. Zugegeben ich nicht, aber satt war ich zwischendurch tatsächlich auch.

Hier ein paar Bilder von den Abenden:

Es war an uns, den Reigen zu beginnen. Im Bild rechts, Marius, Jan und ich am Herd.

Auf dem Speiseplan standen:

- Spargelsuppe

- Zigeunerschnitzel mit Kartoffelsalat

- Herrencréme

Perfektes Schnitzel von Metzger Jan, vor allem die Amerikaner waren begeistert.

Es folgte das erste Amerikanische Abendessen mit landestypischen Hamburgern, süßen Maiskolben, die nicht süß genug waren in Neuseeland und Apfelstrudel mit Eis, wofür extra die Küche im Erdgeschoß benutzt werden musste. Verantwortliche hierbei, Rebakah, Tiffany (nicht im Bild) und Willie.

Sonntag gab es die hâute cuisine aus Frankreich, mit Gemüsedip als Apetizer, einem farbenfroher Entrée aus Guacamole, Mascarpone und Lachs mit Tomaten (2. Bild). Die Hauptspeise war Tartiflette und als Nachtisch gab eine Art Windbeutel mit selbstgemachter Vanille und Schokocréme. Da es bei einem französischen Abend nie an Wein fehlen darf, konnte ich hier tatsächlich auch 2 Weine aus Neuseeland testen. Dabei hat mir Montana am besten gefallen, liegt noch in meiner Preisklasse und ist ein vorzüglicher Weißwein aus dem Norden der Südinsel in der Gegend bei den Malborough Sounds.

Die Franzosen starteten außerdem den Dekorationswettbewerb mit vielen ausgedrucketn Heimatbildern und persönlichen Einladungen. Chef de la cuisine waren Antoine und Pauline.

Nach der gehobenen Küche am Vortag, ging es mit der 2. amerikanischen Runde mit Quantität weiter. Bomb Fries (Fritten mit Speck und Käse) als Vorspeise, Fleisch im Brot mit Maccaroni Cheese als Hauptspeise und 2 Nachspeisen, darunter 3 üppige Cheesecakes, brachten uns die höher, größer, weiter Ansichten der Amerikaner näher. Pauline bezeichnete das Mahl nachträglich als "Massive".

Liz, Damon und Haley mit Cheesecakes zeigen Flagge.

Hier ein Ausdruck echter amerikanischer Freude: Antoine, Damon und Jan im Dollarregen.

 

Die nächste kulinarische Station ließ nicht lange auf sich warten. Es ging nach Asien, wo uns Malcolm und Carl (im Bild sicherlich erkennbar mit Jans Karnevalsmütze) mit chinesischer Suppe, Tandoori Chicken und süßem rotem Bohnenmus mit Teigbällchen überraschten. Unglaublich lecker. Leider lässt meine Internetverbindung kein großes Bild zu...

 

Deswegen ist auch das Kiwi Dinner nur mit einem kleinen Foto dabei, ich hoffe man kann es wenigstens vergrößern. Die gelben Dinger sind sogenannte Pois, die eigentlich den Mödchen zum Tanzen dienen. Sie stellen die Verlängerung der Schönheit eines Jeden dar.

Das Kiwi Dinner bestand aus Chips, Würstchen und Sausagerolls mit Dip als Vorspeise. Als Hauptspeise gab es gebratenes Hühnchen mit Süßkartoffeln und Gemüse und als Nachtisch Eiscréme mit Schokostücken. Es ist das Essen was Steph, die das Menu zubereitete immer von ihrer Mutter gereicht bekommt, wenn sie vereist. Sie hat es als Abschiedsessen ausgewählt, weil es nicht mehr lange dauert, bis die meisten sich wieder zurück in die Heimat begeben.

Wie immer ist noch Zeit für ein Spaßbild vor dem Schlafengehen. Willie und ich haben ein neues Spiel entdeckt. Für nur 2 Euro umgerechnet gab es ein Kindergolfset, mit dem wir nun ab und zu durch das gesamte Appartment spielen. Aktueller Spielstand 1:1. Mal sehen wer am Ende des Semesters mehr Punkte hat. Apropos Punkte, als 3 maliger Bundesligatippmeister in Folge werde ich mich bei der WM ein wenig zurückhalten, ihr sollt ja auch ne Chance haben daheim.

Mein Geheimtipp dieser WM sind übrigens die All Whites. Neuseelands Nationalmannschaft interessiert hier absolut niemand, obwohl die sich qualifiziert haben. Genau das macht sie unberechenbar. Halbfinale ist drin :-D

Ich meld mich wieder Deutschland, wünscht mir Erfolg bei den Klausuren.

Hallo frierende Heimat!

Ich melde mich zurück aus dem goldenen Neuseelandherbst. Es schien kälter zu werden letzte Woche und ich musste glatt den Pullover auspacken, aber pünktlich zum Wochenende kommt hier die Sonne zurück und damit sind kurze Hose und T-Shirt wieder angesagt. Vielleicht ergibt sich diesen Sonntag nochmal die Chance Surfen zu fahren.

Fahren ist so ne Sache. Als ich vorletzte Woche mit Willie und Rebekah zum Outletcenter fahren wollte, um neue Laufschuhe zu kaufen, hatte die Katze eine kaputte rechte Pfote. Damit nicht genug, es klemmte außerdem ein Zettel hinter der Windschutzscheibe, der uns schmerzhaft mit 200 NZD Bußgeld daran erinnerte, dass unsere Registrationplate abgelaufen war. Unnötig werdet ihr nun denken. Das trifft es ganz gut. Extrem ist es auch, was mich zum eigentlichen Thema bringt. Wir waren auf Adrenalintour :-)

Letztes Wochenende ging es nach Taupo, um in dieses Ding zu steigen:

Die hier waren mit von der Partie:

Von links nach rechts und mit Nationalität:

Liz (USA), Pauline (Frankreich), ich (falls ihr vergessen habt wie ich aussehe), Damon (USA), Jan (von daheim) und Antoine (Frankreich)

 

 

 

Alle mit einem gemeinsamen Ziel: SKYDIVING.

 

Hier sieht man mich, samt Fallschirm und dem Skydiving-Profi Steve, der gut geflogen und gelandet ist. Es war unglaublich gut. Atemberaubend, und das nicht nur sprichwörtlich. Das beste sind die ersten 5 Sekunden nach dem Sprung aus der offenen Flugzeugtour. 1000 Eindrücke prasseln auf einen ein. Es kommt einem vor, als ob die Hälfte des Körpers noch im Flugzeug ist und alles kribbelt beim Blick nach unten. Dann 60 Sekunden lang freier Fall, besser als jede Achterbahn, weil man keine Art von Halt hat, man ist mitten in der Luft und rast dem Boden entgegen. Angst hab ich nicht gespürt, dazu war keine Zeit, allerdings hatte ich nach knapp 50 sekunden das Gefühl, der Fallschirm hätte längst aufgehen müssen. Aber genau in dem Moment, wo dieser Gedankengang vollendet war, hatte Steve auch schon die Reißleine gezogen. Danach erst konnte ich mich auf die Aussicht über den Lake Taupo konzentrieren. Der Fallschirmflug fühlt sich dann so langsam an und selbst als Steve versuchte noch ein paar Manöver zu fliegen war das lange nicht so intensiv, wie der Freefall vorher.

Abgesehen von den Kosten eines solchen Sprungs, ich würds nochmal machen.

Nachdem alle wieder Boden unter den Füßen hatten, beschlossen wir direkt weiter nach Rotorua zu fahren, um das Abenteuerwochenende fortzuführen.

Wir gingen Zorben und testeten damit eine von neuseelands Erfindungen.

Beim Zorbing schlüpft man in einen riesigen Plastikball, füllt ein wenig Wasser hinein und wird einen Hügel hinuntergeschubst.

Ich im Plastikball am Fuß des Hügels:

Und das hier war die Zorbingcrew, diesmal ohne die beiden Franzosen, aber mit Haley (USA), die nicht aus einem Flugzeug springen wollte:

 

 

 

 

 

 

 

 

Bei Damon erkennt man an seinem Blick, dass dies sein Wochenende war. Er möchte am liebsten jeden Tag irgendwo runterspringen, runterfallen oder durchschwimmen. Er hatte nur vor einer Sache Angst und das sind Nadeln.

Um dies zu überwinden ist er glatt mit mir Blutspenden gegangen und auf dem Sessel fast umgekippt. Er hats aber geschafft und wir sind nun offizielle NZBlood Spender. War auch für mich eine Premiere und ich hab schon seit Jahren geplant mal Blutspenden zu gehen. Jetzt hat es endlich geklappt, am anderen Ende der Welt.

Aber zurück zum Wochenende. Wir übernachteten in Rotorua, wobei glatt Damons und mein Handtuch geklaut wurden, vermutlich von ein paar Betrunkenen Jugendlichen, die ein knietiefes mit Thermalgewärmten Wasser gefülltes Relaxingbecken als Swimingpool benutzten und uns dabei auch noch weckten.

Am nächsten Morgen hatten wir noch eine Extremsportart auf dem Plan: Sledging!

Hierbei springt man mit einem kleinen Board in einen reißenden Fluß und versucht diesen hinunter zu schwimmen, Stromschnellen und Wasserfälle miteingeschlossen. Es hat unglaublichen Spaß gemacht. Damon hat mit seiner wasserfesten Kamera ein paar Bilder eingefangen:

 

Es war ziemlich anstrengend und auch ein wenig schmerzhaft. Bei einer Abfahrt traf mich ein Felsen am Knie und auch die anderen trugen ein paar blaue Flecke davon.

Deswegen war es Zeit ein wenig zu relaxen und wir beendeten das Wochenende mit einem Bad im Thermalbad von Tauranga. Ein gelungenes Wochenende, wie alle einstimmig fanden.

Sonst gibt es hier nur von Arbeit zu berichten. Das Semester neigt sich hier schon dem Ende zu und das heißt mehr Assignments. Aber das ist ok, wenn man zwischendurch spaßige Wochenenden hat.

Noch ein Bild für unsere Bier im Foto Sucher. Hier war Großreinemachtag im Wohnheim und Rauminspektion und das hieß für uns, alles muss blitzblank sein und die Bierfalschen müssen weg. Wir entschieden uns für das kruzfristige Aufbewahren unserer Wohnzimmerdeko in unseren Koffern. Seht selbst:

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Rauminspektion war übrigens ein voller Erfolg. Unser Appartment bekam die Auszeichnung Awesome, was soviel heißt wie Großartig. Damit gewinnen wir vorasussichtlich sogar einen Preis, der uns nächste Woche verliehen wird, während andere Appartments entweder erst im 2. Versuch die Inspektion bestanden, oder sogar 50 Dollar pro Nase zahlen mussten, weil alles zu dreckig war.

Das wars erstmal wieder von mir, es wird Zeit wieder was für die Uni. Mehr Bilder werden folgen, auch wenn es Jahre dauert sie hier hochzuladen...

Hallo sonniges Heimatland,  

bevor ich mich vor lauter Beschwerden nicht mehr retten kann, hier der erste Bericht meiner Osterferien. Das aktuellste diesmal zuerst:

Catharina war hier :-)
2 Wochen sind wir in Neuseeland rumgereist und dabei bis auf die Südinsel gekommen.


Von Auckland aus ging es zuerst wie schon mit den Eltern zu den Waitomo Caves.
Neben Tropfsteinhöhlen gibt es dort eine große Höhle, wo man Glühwürmchen in Massen beobachten kann. Leider ist fotografieren verboten, daher gibt es an dieser Stelle nur ein Foto von einem nahegelegenem Wasserfall, dem größten auf der Nordinsel mit 30 Metern Höhe.

 

Weiter ging es Richtung Mount Taranaki, ein Berg der direkt am Meer liegt und der laut einer Maorilegende nach einem Streit mit 2 anderen Bergen dort hingewandert sein soll. Hier hatTom Cruise den Film "The Last Samurai" gedreht. Beeindruckend dort ist der schwarze Sand, der sehr eisenhaltig ist. Durch den Berg geschützt ist die Küste hier meistens sonnig.

 

 

 

 

 

 

 

Zwischendurch haben wir auch auf einem Bauernhof übernachtet und wilde Schweine gefüttert.

Unsere Reise führte uns weiter Richtung Neuseelands Hauptstadt Wellington.

Von hier aus hatten wir einen Flug auf die Südinsel gebucht nach Christchurch.
Mir gefiehl die Uni in Christchurch, sie erinnert an eine alte englische Burg und steht im Stadtteil Canterbury (sehr passend). Christchurch hat neben einem schönen Park auch einen Bach zu bieten, nicht mehr als die Itter, auf dem wir eine schöne Gondelfahrt durch die Stadtmitte machen konnten.

Aber eigentlich waren wir auf die Südinsel gekommen um Wale zu beobachten und so ging es nach Kaikoura, wo eine Maorische Familie seit Jahren Whalewatching-fahrten anbietet. Der Plan war um 7:15 in Christchurch mit dem Bus abzufahren und um 10:20 pünktlich (11 Uhr war Abfahrt) in Kaikoura anzukommen.
Natürlich hatte der Bus Verspätung wegen einer Panne...

Mit einer Stunde Verspätung ging es erst los und wir waren schon telefonisch auf die Nachrückliste der nächsten Waletour gesetz worden und dementsprecht leicht angespannt, ob wir es überhaupt aufs Meer schaffenwürden. Wir hatten allerdings nicht mit den Fahrkünsten des Busfahrers gerechnet. Der legte, nachdem er die alte Fischermütze gegen Sonnenbrille und Cowboyhut getauscht hatte, mal nen Zahn zu. Ich glaube, es hat uns auf der ganzen Fahrt kein Auto überholt, wir aber dafür dutzende. Ich war froh, dass wir so weit hinten saßen und ich die Überholmanöver auf engen Bergstraßen nicht im Detail verfolgen konnte. Da hätte sich Schumi mal was abgucken können, dann wär das
mit dem Comeback schon längst was geworden :-D

Jedenfalls schafften wir es mit nur 10 Minuten Verspätung nach Kaikoura und es gab tolle Bilder auf der Whalewatchingtour zu schießen:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Später ging es noch auf Wanderung zu einer Seelöwen-Kolonie und ich hatte endlich mal wieder einen schönen Sonnenuntergang. In Kaikoura kamen wir auch nicht um die Spezialität des Ortes drumherum, wir mussten uns abends einen Crayfish gönnen.

Tags darauf ging es auch schon weiter, über Picton auf die Fähre zurück nach Wellington durch die schönen Malborough Sounds.

Die Katze stand noch an ihrem alten Platz, einem Hinterhof von unserem Wellingtoner Hostel und es ging nach Norden zum Lake Taupo, wo wir einen Ausritt zu Pferde zu den Craters of the Moon unternahmen und die Hukafalls besichtigten.

 

 

Die letzen beiden Stationen unserer Reise waren Rotorua, wo die Erde dampft und Geysire in die Höhe schießen, und die Coromandel Peninsula, auf der wir doch noch genug Sonne fanden, um einen Tag am Cathedral Cove Strand zu liegen.
Auch auf der Halbinsel fanden wir den einzigen viereckigen Kauri in Neuseeland.


Leider war es für meine Liebste nach 14 Tagen schon wieder Zeit, nach Deutschland zurück zu kehren, ich hätte sie gerne hier behalten.

Sooo, bevor es auf die nächste Reise geht, schnell der versprochene Bericht von der Reise mit meinen Eltern:

Nachdem die beiden erstmal in den Norden verschwunden waren, um Kauribäume zu sehen und Seeluft zu schnuppern, haben wir dann zu dritt noch 6 Tage den Süden und die Mitte der Nordinsel bereist. Wir waren in den Waitomo Caves Glühwürmchen beobachten und haben den Mt. Taranaki umrundet,

an dem der Film "Der letzte Samurai" gedreht wurde.

Wir haben unglaublich schwarzen Sand gefunden:

und waren in Athen, Korinth, London und Jerusalem, ob ihrs glaubt oder nicht.

Außerdem haben wir in Rotorua in die Höhle des Teufels geblickt,

 

 

 

 

 

 

 

 

haben uns am Hot water Beach von Wellen überraschen und am Cathedral Cove von der Sonne bräunen lassen.

Es ging alles viel zu schnell, wir sind über 1000 Kilometer unterwegs gewesen, aber es war eine schöne Zeit.

Das Auto, was die Eltern sich gemietet hatten, war purer Luxus, ich hab immer darauf gewartet, dass der Zimmerservice aus dem Schrank kommt, vielleicht auch nur im Vergleich mit der Katze ( die übrigens auf maorisch ngeru heißt).

Apropos Tiere. Die gabs auch wieder zu sehen und ich kann euch den ersten fotografierten Kiwi zeigen, auch wenn der nur im Zoo sein Unwesen trieb.

Beklopptes Tier, ich werd ich ein Video mit nach Deutschland bringen. Dass da überhaupt welche überlebt haben, so orientierungslos, wie die rumliefen.

Ich musste auch mal wieder ein paar Sonnenuntergangsfotos schießen. Aber da haben sich dann so Leute mitten ins Bild gestellt. Sachen gibts.

Eigentlich ist jetzt auch Schlafenszeit und da morgen auch schon der nächste Besuch kommt, ich freu mich schon riesig, werd ich nun ins Bett gehen und mich in ein paar Tagen melden, wenn ich wieder Abwechslung zwischen den vielen Assignments brauche.

Ein Bild ist aber noch drin. Unser nicht zu überbietendes Osterfrühstück mit Seeblick:

Und noch was hab ich vergessen, man muss ja immer was fürs Image tun. Außerdem soll der Onkel ja auch mal wieder was zu kommentieren haben. Meine Eltern meinten, ich solle dies hier reinstellen:

Unser Appartment mit dem, wie die Amerikaner sagen würden, typisch deutschen Ambiente. Rechts der T-träger ist natürlich auch voll, aber nicht im Bild.

Hallo Heimat,

bevor es hier auf Kurztrip mit den Eltern geht, wollt ich noch kurz berichten, dass ich nicht von Haien oder Kiwis gefressen wurde...

Eltern? Ja genau die hier sind da:

Ne, der nicht, den haben wir im Zoo getroffen. Davon später mehr.

Die hier mein ich:

Sind seid einer Woche hier unterwegs und machen das Nordland unsicher. Gestern riefen sie an und klangen schon ein wenig maorisch. In ein paar Minuten werde ich also von den im VW-Luxus-Mobil herumfahrenden, nun halbmaorischen Eltern hier in Auckland abgeholt und es geht in den Süden der Nordinsel. Reiseberichte werden folgen, denn es sind Osterferien für mich.

Ab Donnerstag sind wir wieder in Auckland und ihr dürft dann wieder auf Berichte hoffen, zum Beispiel über den Berg hier, Gollum lässt grüßen.

Mount Doom, der Schicksalberg von Herr der Ringe. 

Aber jetzt gehts für mich nach einer Menge Assignments in der Uni, die übrigens für meine nicht vorhandene Aktivität auf diesem Blog verantwortlich sind, auf die verdiente Campingtour.

Es ist unglaublich, wie die Zeit vergeht... Ich komm gar nicht dazu hier rein zu schreiben, weil hier so viel zu tun ist. Es gibt jede Menge Vorträge und Aufsätze vorzubereiten und ich möchte das meiste vor den Osterferien geschafft haben, um entspannter Reisen zu können.

Da ihr aber sicher alle nach weiteren Bildern durstet, werde ich ein wenig von dem ersten Wochenendtrip mit 2 unserer Mitbewohner und 3 weitern Amerikanern berichten.

Die Coromandel-Peninsula liegt unterhalb Aucklands und hat einige der schönsten Strände Neuseelands zu bieten.

Der erste Stopp unserer Reise war der Hot Water Beach. Hier kann man sich,  durch einfaches Graben im Sand einen eigenen Swimming-Pool bauen und das Wasser auf Badetemperatur aufheizen lassen. Am besten geht dies bei Ebbe, denn wenn man bei Flut gräbt, ist es nach 10 Zentimetern Graben schon so heiß, dass man keine 3 Sekunden darin aushält. In Zahlen heißt das: ca 60 °C heiße Erde. Ich habs nicht geglaubt bevor ich selber den Fuß hineingehalten habe.

Hier ein Teil der Truppe mit der wir unterwegs waren. (Von l. n. r. Steve, Jan, Willie, Rebecca und ich)

Wir verbrachten den Abend vergeblich damit, einen Pool zu bauen, der nicht zu heiß und nicht zu kalt war.

Am nächsten Tag ging es weiter, zuerst durch einen nahegelegenen Kauriwald.

Auf dem Foto diesmal alle Mitreisenden. (hintere Reihe von l.n.r Tiffany, Heather, Steve, Jan, vorne: rebecca, Willie und ich)

Auf der Orientierungswoche wurde uns gesagt, dass man unbedingt einen Kauribaum umarmen muss, wenn man in Neuseeland weilt. Das taten wir dann auch:

 

Den Rest des Tages verbrachten wir am Strand.

 

 

 

 

 

 

 

 

und mit der Suche nach einem guten Campingplatz. Wir fanden schließlich einen Platz, auf dem wir umsonst übernachten konnten, an einem kleinen Strand mit gutem Ausblick, Sonnenuntergang und Mondblick inklusive.

 

Alles in allem ein sehr gelungener Samstag, der vom Sonntag allerdings noch übertroffen wurde, denn wir besuchten das Cathedral Cove, eigentlich mit der Absicht Kajak zu fahren.

Was wir vorfanden, war der bisher beste Strand, den ich in den paar Wochen Neuseeland gesehen habe.

Cathedral Cove ist eine vom Wasser ausgespülte Höhle, die 2 Strände miteinander verbindet. Wenn man darunter steht wirkt es wie ein durch die Natur erbautes Haus. Lasst einfach die Bilder auf euch wirken.

  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

      

 

 

Meine WG

09.03.2010

Es ist wohl an der Zeit, euch ein wenig über meine Unterkunft in Auckland zu berichten und was für Charaktere hier mit mir in einer WG wohnen.

Ich bin mit Jan in der 7. Etage untergebracht. Die Zimmer sind klein, aber ganz nett eingerichtet mit Schrank, Bett, Hängeregal und Schreibtisch. Dazu gibt es eine Wohnküche (siehe Foto), mit dem besten Ausblick im ganzen Wohnheim. Besser sieht man nur in den Etagen über uns mit gleicher Blickrichtung.

Man kann das Treiben am Hafen, der sich links neben den 2 Hochhäusern befindet, beobachten und den größten Park in Auckland mit dem Auckland War Memorial Museum. -> Allerdings sind die Zimmer direkt an der Straße, wo einen morgens die Buskolonnen Richtung Britomart (dem Verkehrsknotenpunkt am Hafen) wecken.

Außer Jan und mir leben in der WG:

Tiffany aus Arizona in den Usa (neben Jan auf dem Sofa)

Willie aus idaho ebenfalls Amerikaner (neben Rebecca, die eine Etage tiefer wohnt)

und Malcolm, der eigentlich Kadzi heißt aus Hongkong (schwer zu erkennen :D)

Eine lustige 5er WG, mit der wir in den ersten Wochen schon einiges erlebt haben und von der ich demnächst sicher einige Storys berichten werde.

Es war nun Zeit Richtung Auckland zurückzufahren.

In der Nähe von Kerikeri besuchten wir eine der ersten Siedlungen der britischen Missionare in Neuseeland. Hier befindet sich das älteste Steinhaus und das älteste Holzhaus im ganzen Land. Gut, es ist gerade mal 200 Jahre alt und ich verzichte mal auf ein Foto, da es nicht allzu spektakulär aussieht.

Neben einem kleinen Wasserfall, den wir auf einer kleinen Wanderung fanden, kann mal in Rewa Village ein Maori-Freilichtmuseum besuchen. Auf dem Foto unten sieht man das Haus des Stammesführers. Er und der Medizinmann waren meist die einzigen mit einem Fenster im Haus. Die größten Häuser bei den Maoris sind die Versammlungshallen, in den größeren Siedlungen, und die Vorrats- und Waffenlager, zu denen jedes 3. Haus in einem Maoridorf gehört.

Nach kurzer Pause ging es weiter in die Bay of Island. Einem der schönsten Plätze an der neuseeländischen Küste. Hier machen die meisten Neuseeländer regelmäßig Urlaub. Die Bay of Island besteht aus 144 Inseln, darunter die Insel Motukokako mit dem berühmten "Hole in the rock" (siehe Foto).

Wir fuhren nach Russel und buchten eine Cruising Tour mit "Delfin-Garantie" für  den nächsten Tag und verbrachten den Nachmittag am Strand, nachdem wir festgestellt hatten, dass die Wanderung zum Cape Brett zu Fuß zu viel Zeit in Anspruch genommen hätte.

Um 9 Uhr legten wir in Russel mit der Fähre ab, auf der Suche nach Delfinen. Und es dauerte tatsächlich nicht lange, bis der Kapitän den Kurs wechselte und auf eine Gruppe von 7 Delfinen zusteuerte.

Wir konnten zuerst nicht sehr nahe an die Tiere herankommen, da 2 weitere Cruisingtourschiffe versuchten, den Leuten an Board die Gelegenheit zu geben mit den Delfinen zu schwimmen. Die zeigten allerdings kein Interesse an den Schwimmern, sondern nutzen den Sog unserer Schiffsschraube für spektakuläre Sprünge. So konnte ich einige gute Fotos schießen, auch wenn meine Kamera oft zu langsam war beim Auslösen.

Durch das "Hole in the rock" und an den vielen schönen Inseln vorbei ging es zurück nach Russel, wo wir, bevor es Zeit war endgültig nach Auckland zu fahren, noch ein nach deutscher Brauart gebrautes Bier und einen Burger genossen.

 

 

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